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Evangelische Kirchen erinnern an Weltkriegsende

Kirche Evangelische Kirchen erinnern an Weltkriegsende

Die evangelischen Kirchen in Hessen und Rheinland-Pfalz haben an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren erinnert und "dauerhafte Lehren" daraus gefordert.

Kassel/Darmstadt/Speyer. In einer gemeinsamen Erklärung teilten die leitenden Geistlichen der vier großen evangelischen Kirchen am Mittwoch mit, die Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai 1945 sei mit der Verpflichtung verknüpft, "auch in Zukunft für die Freiheit und den Frieden sowie gegen Rassismus und radikalen Nationalismus einzutreten".

Kriege seien eine der Hauptursachen für die derzeitige "beispiellose Fluchtbewegung", sagte der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung. Der kurhessen-waldeckische Bischof Martin Hein betonte, für den Wiederaufbau Deutschlands seien Flüchtlinge entscheidend gewesen. Dies "sollte uns auch heute dazu verpflichten, Menschen, die unter Krieg und Verfolgung leiden, eine sichere Zuflucht zu bieten".

Der Pfälzer Kirchenpräsident Christian Schad erklärte, die Kirchen unterstützten die Erziehung "zum gewaltfreien Zusammenleben und zur verpflichtenden Idee der Völkergemeinschaft". Der rheinländische Präses Manfred Rekowski verurteilte aktuellen Rassismus gegen Juden. Die Kirche werde alles tun, "um die Heimat zu bewahren, die (...) Juden nach den Schrecken der Shoa bei uns gefunden haben."

dpa

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