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Evangelische Kirche um halbe Million Euro geschädigt

Kirche Evangelische Kirche um halbe Million Euro geschädigt

Die Evangelische Gesamtgemeinde in Wiesbaden ist von einem Mitarbeiter um rund 500 000 Euro gebracht worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann und weitere Personen wegen Untreue und Unterschlagung, wie ein Sprecher der Behörde am Mittwoch in Wiesbaden Medienberichte bestätigte.

Wiesbaden. Der Tatverdächtige hat nach vorläufigen Erkenntnissen in der Liegenschaftsverwaltung der Gemeinde fingierte oder überhöhte Rechnungen ausgestellt. Die Unregelmäßigkeiten fielen dann der Regionalverwaltung auf, wie der Wiesbadener Dekan Martin Mencke sagte. Er sprach von einer "extraordinären kriminellen Energie". Dem Mitarbeiter, der knapp zwei Jahre bei der Kirche beschäftigt war, sei inzwischen gekündigt worden.

Nach der Strafanzeige der Kirche habe es auch Durchsuchungen gegeben, wie der Leitende Staatsanwalt Klaus Schulte sagte. Die seit September laufenden Ermittlungen könnten sich noch einige Monate hinziehen.

Ob die Evangelische Kirche das Geld wiedersieht, ist sehr fraglich, wie auch Mencke weiß. Es gehe aber nicht um Kirchensteuergelder, sondern um Vermögen der Liegenschaftsverwaltung. In der Gesamtgemeinde Wiesbaden sind alle zwölf Innenstadtgemeinden zusammengeschlossen.

dpa

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