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Erstes deutsches Gerichtsurteil zu Völkermord in Ruanda erwartet

Prozesse Erstes deutsches Gerichtsurteil zu Völkermord in Ruanda erwartet

An diesem Dienstag wird in Frankfurt das erste Urteil eines deutschen Gerichts zum Völkermord in Ruanda erwartet. Der Vorwurf, um den es vor dem Oberlandesgericht geht: Ein ehemaliger Bürgermeister soll 1994 in der Ortschaft Kiziguro Landsleute zu einem Kirchenmassaker mit mindestens 400 Toten aufgefordert haben.

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Onesphore R. vor Gericht.

Quelle: Marius Becker/Archiv

Frankfurt/Main. Die Bundesanwaltschaft fordert für den Mann lebenslang mit besonderer Schwere der Schuld. Dagegen plädiert die Verteidigung auf Freispruch. Der Angeklagte war aus Ruanda geflohen und hatte 2002 in Hessen Asyl beantragt. Mehr als 100 Zeugen waren in dem drei Jahre langen Prozess gehört wurden.

Im afrikanischen Ruanda waren 1994 Spannungen zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi zu dem Völkermord eskaliert. Rund 800 000 Menschen - meist Tutsi - wurden von Hutu-Milizen ermordet. Mehr als eine Viertelmillion Frauen wurden vergewaltigt.

dpa

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