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Erlensee verbietet Theaterstück über Putsch in Türkei

Kommunen Erlensee verbietet Theaterstück über Putsch in Türkei

Die Stadt Erlensee hat die Aufführung eines Theaterstücks über den gescheiterten türkischen Putschversuch aus dem Sommer 2016 verhindert. Die Stadt (Main-Kinzig-Kreis) kündigte als Eigentürmerin der Erlenhalle den Mietvertrag mit dem Veranstalter, sagte Bürgermeister Stefan Erb (SPD).

Erlensee. Zuvor hatte das Nachrichtenportal "hessenschau.de" darüber berichtet. "Das Stück ist geprägt von Gewalt, Hass und Nationalismus - das konnte man online bereits sehen. Mir ist auch egal, wer da über wen triumphiert. Aber so etwas wollen wir keine Bühne bieten."

Das Theaterstück heißt übersetzt "Letzte Festung Türkei" und war für den 17. Februar geplant. Es sei von einer Theatergruppe aus Istanbul bereits in mehreren europäischen und deutschen Städten aufgeführt worden und habe gewaltverherrlichende und nationalistische Züge, sagte Erb. In Medienberichten ist mit Blick auf den Veranstalter von einem "ultranationalen türkischen Idealistenverein" die Rede.

Zur Kündigung der Vorstellung bediente sich die Stadt einer Klausel im Mietvertrag, wonach Untervermietungen nicht gestattet werden. Als offizieller Mieter sei ein Unternehmen aufgetreten, das sonst türkische Hochzeiten in der Erlenhalle veranstalte. Veranstalter der Aufführung sei jedoch ein Unternehmer aus der Region gewesen, der türkische Wurzeln habe.

dpa

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