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Erinnerungen an die in Auschwitz ermordete Mutter gehütet

Geschichte Erinnerungen an die in Auschwitz ermordete Mutter gehütet

Weltweit wird am Holocaust-Gedenktag an diesem Mittwoch der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz.

Michelstadt. Das Lager steht symbolhaft für den NS-Völkermord an Millionen Menschen. In Michelstadt im Odenwald hat der 89-jährige Lothar Wassum Erinnerungen an seine Mutter aufgehoben, die 1943 in Auschwitz ermordet wurde. Sie war als Jüdin zum evangelischen Glauben gewechselt, für die Nazis war sie nach deren Definition aber eine "Volljüdin".

Als die Mutter Lizzie Wassum deportiert wurde, zogen die Nazis ihr Vermögen ein. Mehr als 70 Jahre danach überreichte Hessens Finanzminister Thomas Schäfer vor kurzem dem Sohn ein Schreiben. Darin stellt der CDU-Politiker klar, "dass die Einziehung der Vermögensgegenstände ihrer Mutter zu Unrecht erfolgt ist." Das hat Wassum gut getan: "Ich habe dem Minister gesagt, dass es für mich wichtig ist, dass meine Mutter nun wieder eine Deutsche ist."

dpa

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