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Entradikalisierung im Knast: Hessen hofft auf bundesweites Netzwerk

Justiz Entradikalisierung im Knast: Hessen hofft auf bundesweites Netzwerk

Bei den Bemühungen um eine Entradikalisierung inhaftierter Islamisten erwartet Hessen Hilfe vom Bund. Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) will die Bundesregierung auf der Ressortminister-Konferenz Mitte Juni beim Aufbau eines Netzwerkes in die Pflicht nehmen.

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Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU).

Quelle: Daniel Reinhardt/Archiv

Wiesbaden. Wenn die Haftzeit nicht genutzt werde, "laufen wir Gefahr, perspektivlose und radikale Islamisten in die deutsche Gesellschaft zu entlassen", sagte die Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden.

Der Bund müsse den Aufbau und die Finanzierung von Strukturen unterstützen, die die Entradikalisierung förderten. Angesichts der vor Gericht anhängigen Verfahren müssten die Gefängnisse bald Hunderte von radikalen Islamisten zusätzlich aufnehmen, sagte Kühne-Hörmann.

Bei der Entradikalisierung sieht sich Hessen mit der Unterstützung des Violence Prevention Network (VPN) bundesweit als Vorreiter. Das VPN arbeitet als Präventionsnetzwerk mit Häftlingen, aber auch außerhalb der Gefängnismauern mit Gefährdeten und Angehörigen. Das Land hat die religiöse Betreuung von muslimischen Gefangenen in diesem Jahr von 50 000 auf 110 000 Euro aufgestockt. Hessenweit sind etwa 22 Prozent der Inhaftierten muslimischen Glaubens, im Jugendvollzug liegt die Zahl aber deutlich höher.

dpa

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