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Eingespartes Bafög-Geld kommt Hessens Hochschulen zugute

Bildung Eingespartes Bafög-Geld kommt Hessens Hochschulen zugute

Hessen will das eingesparte Bafög-Geld in Höhe von rund 80 Millionen Euro in die Hochschulen investieren. Dies kündigten die beiden Fraktionschefs der Regierungsparteien CDU und Grüne, Michael Boddenberg und Mathias Wagner, am Mittwoch in Wiesbaden an.

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Bafög wird zukünftig vom Bund allein finanziert.

Quelle: Marcus Brandt/Archiv

Wiesbaden. Das Land spart im kommenden Jahr 81 Millionen Euro, da der Bund die kompletten Kosten für die Ausbildungsförderung Bafög übernimmt. Bisher haben die Länder dafür 35 Prozent der Kosten getragen.

Hessen will jetzt einen "Sonderfonds Hochschulen" einrichten, wie Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) ankündigte. Dieser soll die Verwendung der 81 Millionen Euro transparent machen. Auch die rückfließenden Bafög-Darlehen sollen in den Fonds fließen. Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) sprach von einem "wichtigen Signal" für Hochschulen und Forschung.

Die Opposition und Hessens Städtetag hatten dagegen verlangt, das Geld auch in den Ausbau von Schulen und Ganztagsbetreuung zu stecken. Das Land tue mit der 105-prozentigen Lehrerversorgung sehr viel für die Schulen, meinten dazu die Koalitionspolitiker. Finanzminister Schäfer wies darauf hin, dass die hessischen Kommunen dank weiterer Entlastungen des Bundes im kommenden Jahr mit zusätzlichen 107 Millionen Euro unter anderem für die Kitas rechnen könnten.

Bildung sei mehr als nur die Hochschulen, meinte die SPD zur Ankündigung von Schwarz-Grün. Der Ausbau von Ganztagsschulen und der frühkindlichen Bildung sei überfällig. Die Landesregierung habe offensichtlich kein Interesse, die Qualität im Bildungsbereich weiter zu verbessern, kritisierte die FDP. Die Linke begrüßte dagegen die neuen Mittel für die chronisch unterfinanzierten Hochschulen.

dpa

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