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EBS-Präsident Wolff muss gehen

Hochschulen EBS-Präsident Wolff muss gehen

Nach nicht einmal zwei Jahren muss Präsident Rolf Wolff die krisengeplagte Privatuni EBS verlassen. Wolff lege mit sofortiger Wirkung sein Amt als Präsident nieder, auch wenn er auf fünf Jahre gewählt sei, teilte die EBS Universität für Wirtschaft und Recht am Freitag in Wiesbaden mit.

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Rolf Wolff von der European Business School (EBS).

Quelle: F. v. Erichsen/Archiv

Wiesbaden. Als Geschäftsführer hatte ihm der Aufsichtsrat schon vor Ostern zum 30. September gekündigt. Gründe für den Rauswurf nannte die EBS nicht. In der Mitteilung unterstrich sie sogar noch Wolffs Verdienste um die finanzielle Konsolidierung und akademische Weiterentwicklung der Hochschule. Wolff war im Oktober 2013 an die EBS gekommen.

Die Hochschule ist vor allem durch die zu rasche Expansion unter seinem Vorvorgänger Christopher Jahns in die Krise geraten. Millionen Euro Landesgeld für den Aufbau einer Jura-Fakultät wurden zweckentfremdet. Am Donnerstag teilte die EBS mit, die Banken und der SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp hätten der Hochschule 5,4 Millionen Euro Schulden erlassen. Die finanzielle Lage bessere sich.

Aus den Zeiten von Jahns sind vor dem Landgericht Wiesbaden noch zwei Prozesse anhängig. Strafrechtlich musste sich der Hochschulpräsident wegen Untreue verantworten. Der Prozess platzte, weil Jahns 2014 krank wurde und nicht verhandlungsfähig war. Das Verfahren könnte aber noch wiederaufgenommen werden. Weil Jahns sich von der Staatsanwaltschaft in deren öffentlichen Erklärungen vorverurteilt fühlte, hat er seinerseits das Land Hessen auf Schmerzensgeld und Schadenersatz verklagt. Darüber will eine Zivilkammer am 3. Juni entscheiden, wie das Gericht bestätigte.

dpa

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