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Drohbrief gegen Büdinger Spenden-Triathlon mit Flüchtlingen

Gesellschaft Drohbrief gegen Büdinger Spenden-Triathlon mit Flüchtlingen

Weil Flüchtlinge kostenlos beim Charity Triathlon im mittelhessischen Büdingen mitlaufen dürfen, haben die Organisatoren der Benefiz-Veranstaltung einen Drohbrief erhalten.

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Ein Flüchtling winkt in der Erstaufnahmeeinrichtung.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Büdingen. "Kein Asylbetrüger Triathlon in Büdingen. Wenn die starten, gibt's auf die Fresse", kündigen Unbekannte darin an, wie Mitorganisator Markus Reutzel am Sonntag sagte. Die "hessenschau.de" hatte zuvor über den Fall berichtet.

Nachdem er bereits vor fünf Wochen einen ersten Drohanruf erhalten habe, habe er nun Anzeige erstattet, sagte Reutzel. Die Durchführung des für den 5. Juni geplanten Wohltätigkeits-Triathlons sei jedoch nicht gefährdet, sagte er. Die Polizei in Friedberg und in Büdingen bestätigte eine entsprechende Anzeige zunächst nicht.

Im vergangenen Jahr durften zum ersten Mal Flüchtlinge ohne Startgeld zu bezahlen an der Veranstaltung teilnehmen - acht Sportler nahmen damals das Angebot an. Die Veranstalter wollen nach eigenen Angaben die Integration von Flüchtlingen in der Gesellschaft fördern. Mit dem Erlös der Veranstaltung sollen eine Selbsthilfegruppe für Multiple Sklerose und ein Verein für Kinderbetreuung unterstützt werden.

Büdingen war im Januar wegen eines von Rechten organisierten Fackelmarsches überregional in die Schlagzeilen geraten. Bei der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag hatte zudem die rechtsextreme NPD mehr als 14 Prozent der Stimmen erhalten. In der Kleinstadt gibt es eine der größten Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Hessen.

dpa

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