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Ditib-Gemeinde fordert mehr muslimische Seelsorger in Gefängnissen

Landtag Ditib-Gemeinde fordert mehr muslimische Seelsorger in Gefängnissen

Im Kampf gegen die Radikalisierung muslimischer Jugendlicher hat die türkisch ausgerichtete Ditib-Gemeinde in Hessen flächendeckend Gefängnisseelsorger islamischen Glaubens gefordert.

Wiesbaden. Dies könne eine Isolation der Jugendlichen verhindern und deren Radikalisierung vorbeugen, heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes zur Anhörung zum Thema Salafismus im hessischen Landtag.

Mehr als 20 Experten beschäftigten sich am Donnerstag in Wiesbaden mit den Gefahren durch die islamistische Strömung. Eingeladen war am zweiten Tag der Anhörung auch der ehemalige Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke.

In der Jugendarrestanstalt Gelnhausen seien inzwischen 100 der 190 Jugendliche Muslime, erklärte Ditib. Sie fühlten sich diskriminiert, weil sie - subjektiv gesehen - ihre Umwelt als islamfeindlich wahrnähmen und ihnen zugleich die religiöse Grundversorgung verwehrt bleibe. Ditib hat nach eigenen Angaben in Hessen 86 Moscheenvereine und 16 000 Mitglieder und ist damit der größte muslimische Verband des Landes.

dpa

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