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Digitales Archiv gibt Auskunft über Anfänge der Reformation

Kirche Digitales Archiv gibt Auskunft über Anfänge der Reformation

Ob die Bannandrohungsbulle gegen Martin Luther oder die Ziegenhainer Zuchtordnung zum Konfirmandenunterricht: Das "Digitale Archiv der Reformation" gibt künftig Einblick in die Anfangszeit der Reformation nach 1517. Am Dienstag wurde es nach zweijähriger Arbeit im Internet symbolisch in Weimar (Thüringen) freigeschaltet.

Weimar. In dem Gemeinschaftsprojekt der Landes- und Staatsarchive aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Sachsen und Brandenburg wurden mehr als 30 000 Dokumente zusammengeführt.

Dazu gehören der Beginn der Rede Luthers auf Deutsch vor dem Reichstag in Worms 1521 sowie ein Brief seines Gegenspielers Thomas Müntzer an den Rat zu Allstedt. Mit einer Landkarte können sich Interessierte zum gewünschten Ort klicken. Es gibt zudem Versionen der Dokumente in der heutigen Sprache, um etwa Schülern verständlich zu machen wie ein Ablassbrief aussah.

Die wichtigsten Texte seien zudem ins Englische übersetzt worden, teilte das Thüringische Hauptstaatsarchiv als Koordinator mit. Das Projekt wurde vom Bund, von Thüringen, Hessen und Sachsen-Anhalt sowie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gefördert.

dpa

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