Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Deutsche Wissenschaftler solidarisieren sich mit türkischen Kollegen

Konflikte Deutsche Wissenschaftler solidarisieren sich mit türkischen Kollegen

Deutsche Wissenschaftler solidarisieren sich in einer Online-Petition mit Kollegen in der Türkei, die nach einem Friedensappell juristisch verfolgt werden. Initiiert wurde die Aktion von der Frankfurter Professorin Christine Huth-Hildebrandt und dem Hildesheimer Professor Gazi Çağlar.

Frankfurt/Main. Am Mittwochvormittag hatte die Petition bereits mehr als 1500 Unterzeichner.

Den ursprünglichen Aufruf hatten mehr als 1000 Akademiker unterzeichnet - vor allem aus der Türkei, aber auch aus dem Ausland, darunter der US-Sprachwissenschaftler Noam Chomsky. Darin kritisierten sie die Regierung in Ankara und forderten sie dazu auf, Bedingungen für eine friedliche Beilegung des Kurdenkonflikts zu schaffen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan rief daraufhin Justiz und Universitäten auf, gegen die Unterzeichner vorzugehen. Inzwischen wurden in diesem Zusammenhang mindestens 18 Personen unter anderem wegen "Propaganda für eine Terrororganisation" festgenommen.

"Viele von uns haben sehr gute Kontakte zu Kollegen in der Türkei", sagte Huth-Hildebrandt, die an der Frankfurt University of Applied Sciences Theorien, Konzepte und Methoden Sozialer Arbeit lehrt, der Deutschen Presse-Agentur. Man sei geschockt, dass der Aufruf ausgereicht habe, die türkischen Kollegen zu diskriminieren.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik