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Cyber-Kriminelle attackieren hessische Gerichte

Kriminalität Cyber-Kriminelle attackieren hessische Gerichte

Ein Cyber-Angriff auf hessische Gerichte hat nach Auskunft von Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) vier Computer an zwei Amtsgerichten infiziert. Die Attacke, die als Bewerbung getarnt war, konnte nach ihren Angaben jedoch abgewehrt werden.

Wiesbaden. In mindestens fünf Justizbehörden gingen demnach gefälschte E-Mails mit Verschlüsselungs-Trojanern ein. Wurden diese E-Mails geöffnet, lud die angehängte Software Schadprogramme aus dem Internet herunter, die Daten auf den Festplatten verschlüsselte und unbrauchbar machte. Die vier infizierten Computer wurden sofort von der hessischen Zentrale für Datenverarbeitung vom Netz getrennt; die zerstörten Daten konnten aus der Datensicherung rekonstruiert werden. Die Arbeit der Gerichte war laut Kühne-Hörmann zeitweilig behindert.

Die Trojaner wurden bei weiteren Justizbehörden entdeckt und gelöscht, bevor sie größeren Schaden anrichten konnten. Da die E-Mails mit dem Begriff "Bewerbung als Justizfachangestellter" versehen waren, geht das Justizministerium von einer gezielten Attacke aus. Zwischenzeitlich wurden sämtliche hessischen Justizbehörden informiert und mit einer Software zum Erkennen des Virus ausgestattet.

dpa

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