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Christen im Mittleren Osten droht "Auslöschung"

Kirche Christen im Mittleren Osten droht "Auslöschung"

Dem Christentum droht in weiten Teilen des Mittleren Ostens nach Einschätzung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) "die Auslöschung". Die Zahl der Christen von Nordafrika bis nach Pakistan sinke durch Terror und Vertreibung bedenklich, sagte DBK-Experte Ulrich Pöner am Dienstag bei der Herbstvollversammlung in Fulda.

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Ein Mitglied der Deutschen Bischofskonferenz hat seine Hände zum Gebet gefaltet.

Quelle: Arne Dedert

Fulda. Bashar Warda, Erzbischof von Erbil (Irak), rief als Gast dazu auf, Unterstützung für die letzten verbliebenen Christen dort zu leisten: "Bitte vergessen Sie uns nicht. Es ist keine Zeit mehr für Worte."

Um im Kampf gegen Gewalt, Unterdrückung und Vertreibung bestehen zu können, brauche es starke Militäreinsätze gegen die Terrormiliz Islamischer Staat: Die einzige Sprache, die der IS verstehe, sei Krieg, sagte Warda.

Wegen Krieg und Terror seien die Christen im Mittleren Osten stark dezimiert: Im Irak sei die Zahl von 1,5 Millionen im Jahr 2003 auf mittlerweile nur noch 300 000 gesunken. In Syrien hätten zwei Drittel von ihnen das Land verlassen, berichtete Warda. Die Menschen bräuchten Hilfe, etwa würdevollen Wohnraum, gesundheitliche Grundversorgung, Unterstützung im Bildungsbereich und Arbeitsplätze.

Warda bedankte sich für die bisherigen Finanzhilfen aus Deutschland. Sie seien so groß, wie von allen anderen Ländern zusammen. Die katholische Kirche brachte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 42 Millionen Euro für die Kirchen und Menschen vor Ort auf.

dpa

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