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Bundeswehr meldet mehr Hubschrauber einsatzbereit

Verteidigung Bundeswehr meldet mehr Hubschrauber einsatzbereit

Und sie fliegen doch: Die Hubschrauber galten jahrelang als Problemfälle der Bundeswehr. Jetzt verbessert sich die Situation wieder. Das ist auch nötig, denn der nächste Einsatz könnte bald bevorstehen.

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Ursula von der Leyen (CDU) unterhält mit einem Piloten.

Quelle: Kay Nietfeld

Fritzlar. Die Bundeswehr hat die Einsatzbereitschaft ihrer pannenanfälligen Hubschrauber spürbar verbessert. Im Juni waren durchschnittlich 48 Prozent der Kampfhubschrauber "Tiger" verwendbar, während es vor einem Jahr nur 21 Prozent waren. Beim Transporthubschrauber NH90 verbesserte sich die Einsatzbereitschaft im selben Zeitraum von 27 auf 45 Prozent. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sprach am Dienstag bei einem Besuch des Kampfhubschrauberregiments 36 in Fritzlar von einer "guten Bewegung nach vorne, die auch notwendig war".

Im Spätsommer soll entschieden werden, ob einige der deutschen Kampf- und Transporthubschrauber in einen neuen Einsatz geschickt werden - in den gefährlichen Norden des westafrikanischen Krisenlandes Mali. Die niederländischen Verbündeten ziehen ihre Helikopter Anfang nächsten Jahres aus der UN-Mission Minusma zurück. Die Vereinten Nationen suchen nun händeringend nach Ersatz. "Minusma braucht die Hubschrauber zum Schutz der Truppe am Boden", sagte von der Leyen. 

Die Bundeswehr trägt bereits jetzt mit mehr als 500 Soldaten zur Umsetzung eines Friedensabkommens zwischen Regierung und teils islamistischen Rebellen im Norden Malis bei. In der Wüstenregion kommt es immer wieder zu Anschlägen. Auch die Bundeswehr wurde schon beschossen.

Die Hubschrauber zählten bisher zu den größten Problemfällen unter den Großgeräten der Bundeswehr. Düster sieht es immer noch bei den Marinehubschraubern "Sea Lynx" mit einer durchschnittlichen Einsatzbereitschaft von 22 Prozent im ersten Halbjahr und "Sea King" mit 29 Prozent aus. Der mehr als 50 Jahre alte Transporthubschrauber CH-53 kommt auf 43 Prozent.

Die beiden leichten Mehrzweck-Hubschrauber Bell UH-1 und Bo 105 liegen mit 71 und 73 Prozent dagegen bereits über der angestrebten Marke von 70 Prozent. Im vergangenen Jahr lagen noch alle Bundeswehr-Hubschrauber unter dieser Marke.

"Wir müssen noch eine ganze Strecke weiter bewältigen", sagte von der Leyen in Fritzlar. Die verbesserte Einsatzbereitschaft führt sie unter anderem auf eine bessere Versorgung mit Ersatzteilen zurück. Zudem wurden die Haushaltsmittel für Erhaltung des vorhandenen Materials 2016 um 100 Millionen und für 2017 um 200 Millionen Euro erhöht, auch das Inspektionssystem wurde verbessert.

dpa

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