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Bundesanwalt: Temme war während NSU-Mord am Tatort

Landtag Bundesanwalt: Temme war während NSU-Mord am Tatort

Der hessische Verfassungsschützer Andreas Temme ist nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft während des NSU-Mordes an Halit Yozgat 2006 in Kassel am Tatort gewesen.

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Verfassungsschützer Andreas Temme. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Wiesbaden. Das sagte Bundesanwalt Herbert Diemer am Montag als Zeuge im NSU-Ausschuss des Landtags in Wiesbaden. Diemer vertritt im Münchener Prozess gegen Beate Zschäpe die Anklage. Dort hat auch Temme mehrfach ausgesagt, wobei er seit Jahren daran festhält, er sei zufällig in dem Internetcafé gewesen und habe von einem Mord nichts mitbekommen. Temme arbeitet inzwischen nicht mehr für den hessischen Verfassungsschutz.

Diemer sagte, es gebe keine Hinweise auf Unterstützer des Nationalsozialistischen Untergrunds in Nordhessen. Die rechtsterroristische Zelle habe zehn Morde, zwei Sprengstoffanschläge und 15 Banküberfälle begangen. Sie habe im Untergrund nur deshalb so lange existieren können, weil sie sich abschottete, argumentierte er.

Erster Zeuge des Tages war der ehemalige Abteilungsleiter Auswertung im hessischen Verfassungsschutz, Peter Stark, in dessen Zuständigkeit bis 2006 auch der Rechtsextremismus fiel. Er sagte, bis 2011 habe es keine Hinweise auf einen rechtsterroristischen Hintergrund der Mordserie an Zuwanderern gegeben. Die Morde an einzelnen Personen hätten keine Symbolkraft gehabt, auf die Terroristen sonst abzielen.

dpa

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