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Verkehr

Bund hat Engpässe im Schienen- und Straßennetz erkannt

Hessen wünscht sich weniger Stau und pünktlichere Züge. Doch das ist teuer. Wieviel Geld es künftig vom Bund gibt für Straße und Schiene, das steht im neuen Bundesverkehrswegplan. Der hessische Anteil am Gesamtkuchen ist größer geworden.
Verkehrsminister Al-Wazir begrüßt Bundesverkehrswegeplan.

Verkehrsminister Al-Wazir begrüßt Bundesverkehrswegeplan.

© Arne Dedert

Wiesbaden. Hessen ist beim neuen Bundesverkehrswegeplan nach einer ersten Einschätzung von Minister Tarek Al-Wazir (Grüne) gut weggekommen. "Der Bund hat die Engpässe im hessischen Schienen- und Straßennetz offenkundig erkannt", erklärte der Verkehrsminister am Donnerstag in Wiesbaden. Dies gelte speziell für die Schienenprojekte. "Die hohen Investitionssummen zeigen, wie wichtig die hessischen Projekte für das bundesweite Schienennetz sind."

Insgesamt plane der Bund offensichtlich, deutlich mehr Geld für hessische Infrastrukturprojekte bereitzustellen als im vorangegangenen Bundesverkehrswegeplan. "Auch der Anteil Hessens am Gesamtbudget soll deutlich steigen", teilte Al-Wazir mit.

Leise kritische Töne kommen aus der Unternehmerschaft. Es sei angesichts der großen Bedeutung des Schienenknotenpunktes Rhein-Main "unverständlich", warum andere Länder mehr Geld bekämen, hieß es von der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern. Leider hätten es auch einige Engpässe auf den Autobahnen 3 und 5 nicht in den vordringlichen Bedarf geschafft.

Für den Aus- und Neubau von hessischen Bundesstraßen und Autobahnen sieht der vorläufige Bundesverkehrswegeplan Investitionen von knapp acht Milliarden Euro vor, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Laut Al-Wazir besteht vorrangiger Bedarf an den hochbelasteten Autobahnkreuzen wie etwa in Offenbach oder Darmstadt.

Für die Bahnstrecke Hanau-Würzburg/Fulda-Erfurt, den Korridor Mittelrhein inklusive der Neubaustrecke Frankfurt-Darmstadt-Mannheim mit Wallauer Spange - einer schnelleren Verbindung zwischen Wiesbaden und dem Frankfurter Flughafen - sowie den Bahn-Knoten Frankfurt soll es rund neun Milliarden Euro geben. Ein erheblicher Teil davon fließe nach Hessen, erklärte Al-Wazir. Jetzt sei die Bahn am Zuge und müsse ihre Planungen intensivieren.

Der Minister ermutigte alle Bürger, aber auch Kommunen, Kreise und Abgeordnete, sich mit Anregungen direkt an das zuständige Bundesverkehrsministerium zu wenden.

dpa


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