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Bürgermeisterwitwe in Burghaun muss in Stichwahl

Wahlen Bürgermeisterwitwe in Burghaun muss in Stichwahl

Die Witwe des Bürgermeisters von Burghaun in Osthessen muss im Kampf um seine Nachfolge eine Stichwahl bestehen. Gabriele Atzler (CDU) kam am Sonntag mit 33,8 Prozent der Stimmen allerdings nur auf den zweiten Platz.

Burghaun. Besser schnitt der parteilose Bewerber Simon Sauerbier ab, der nach Angaben der Wahlleitung auf 47,7 Prozent kam. Für den dritten Kandidaten Bastian Bayer (parteilos) stimmten 18,5 Prozent.

In der 6465 Einwohner zählenden Marktgemeinde im Landkreis Fulda muss nun ein zweiter Wahlgang am 21. Dezember zwischen Sauerbier und Atzler entscheiden. Sauerbier wird von SPD und FDP unterstützt. Atzlers Mann Wolfgang war im Juli bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen. Wegen der ungewöhnlichen Konstellation lag die Beteiligung für eine Bürgermeisterwahl hoch. 72,9 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab, wie Wahlleiter Karlheinz Kaufmann sagte.

Politologen hatten vor der Wahl gemutmaßt, dass Atzler durch die Berichte über den Tod ihres Mannes zwar einen Bekanntheitsvorsprung haben könnte. "Aber zwangsläufig muss das kein Vorteil sein", sagte der Wissenschaftler Ulrich Sarcinelli von der Uni Koblenz-Landau. Es gehe auch um Atzlers eigene Qualifikation, sagte der Politikberater Michael Spreng. Die 44-Jährige arbeitet als Schulamtsdirektorin.

dpa

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