Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Bouffier rechnet mit einer Million Flüchtlingen

Flüchtlinge Bouffier rechnet mit einer Million Flüchtlingen

Wieviele Flüchtlinge 2015 nach Deutschland kommen werden, weiß niemand. Alle Prognosen haben sich bislang als zu niedrig erwiesen. Bundesländer wie Hessen gehen von höheren Zahlen aus als der Bund.

Voriger Artikel
Hessens Kirchen packen bei der Flüchtlingshilfe kräftig an
Nächster Artikel
Hessen erwartet jetzt 58 000 Flüchtlinge

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Wiesbaden. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) rechnet mit einer Million Flüchtlingen, die in diesem Jahr nach Deutschland kommen werden. In einem Fernsehinterview des Hessischen Rundfunks (hr) ging der CDU-Bundesvize deutlich über die jüngste Schätzung der Bundesregierung von 800 000 Asylsuchenden hinaus. Auch mit dieser Zahl war die Prognose erst kürzlich nach oben korrigiert worden.

Bouffier versprach, dass sich in Hessen rechtsradikale Randale vor Flüchtlingsheimen wie in Sachsen nicht wiederholen werde. "Wenn da irgendwo eine Horde auftreten würde, darf man sicher sein: In Hessen würde die Polizei nicht zögern, die in die Schranken zu weisen. Dafür stehe ich auch persönlich", sagte er nach hr-Angaben.

Der Zustrom an Flüchtlingen werde die Deutschen auf Jahre hinaus in einer noch nicht gekannten Weise fordern, sagte Bouffier. Deutschland werde gefordert, aber nicht überfordert. Der brandenburgische Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) ging in einem Interview ebenfalls von bis zu einer Million Flüchtlingen aus. Im September werden die Bundesländer erneut mit dem Bund über die Aufnahme der Asylbewerber beraten.

Zum "Tag der Heimat" des Bundes der Vertriebenen am Samstag erinnerte die hessische Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) an die Aufnahme vieler Flüchtlinge in Hessen nach dem Zweiten Weltkrieg. Ähnlich wie Bouffier nannte sie den derzeitigen Zustrom eine große, aber nicht unlösbare Aufgabe. "Verständnis und Solidarität, Mitgefühl und tatkräftige Unterstützung von Seiten der angestammten Bevölkerung sind unerlässlich, damit jene, die Schutz und Heimat verloren haben, eine neue Lebenschance erhalten", sagte Puttrich.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr