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Bouffier für Rückführung geretteter Flüchtlingen nach Afrika

Migration Bouffier für Rückführung geretteter Flüchtlingen nach Afrika

Die CSU will, dass im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge künftig in Afrika abgesetzt werden. Hessens Ministerpräsident und CDU-Landeschef Bouffier schließt sich der Forderung an.

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Der hessische Ministerpräsiden Volker Bouffier (CDU).

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden. Im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge sollten nach Ansicht von Hessens Regierungschef Volker Bouffier wieder nach Nordafrika zurückgebracht werden. Einem entsprechenden Vorschlag der CSU stimme er "uneingeschränkt" zu, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. "Wir können und wollen die Menschen nicht im Meer ertrinken lassen", sagte Bouffier. Es könne aber auch nicht richtig sein, "dass jeder, den wir retten, automatisch in Europa ist". Damit stütze man nur das Geschäft der Schlepper.

Die Flüchtlinge müssen nach Einschätzung von Bouffier in Aufnahmezentren in Afrika gebracht werden. "Es ist vernünftiger, den Menschen vor Ort zu helfen, als nach langwierigen Asylverfahren festzustellen, sie dürfen nicht bleiben und sie dann wieder zurückzuschicken", sagte er. Ähnliche Flüchtlings-Abkommen wie mit der Türkei hält der CDU-Politiker mit finanzieller Hilfe Berlins auch mit Ägypten oder Tunesien für möglich. In Libyen fehle dafür derzeit eine funktionsfähige Regierung, räumte Bouffier ein.

Der Grünen-Fraktionschef im Landtag, Matthias Wagner, hält den Vorschlag für realitätsfremd, solange die Herkunfts- und Transitländer die Menschen nicht zurücknehmen. Er warb dafür, "dass wir den Asylsuchenden den lebensgefährlichen Weg über das Meer ersparen sollten". Die Asylanträge sollten deshalb schon im Herkunfts- oder Transitland gestellt werden können, forderte Wagner.

dpa

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