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Boddenberg: "Erfolg misst sich nicht an Abiturzeugnis"

Bildung Boddenberg: "Erfolg misst sich nicht an Abiturzeugnis"

Angesichts von Fachkräftemangel und Rekordzahlen bei den Abiturienten hat der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Michael Boddenberg, für ein vielfältiges Schulsystem auch abseits des Gymnasiums geworben.

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Der CDU-Fraktionsvorsitzender Boddenberg.

Quelle: D. Reinhardt/Archiv

Frankfurt/Main. "Erfolg misst sich nicht nach dem Abschlusszeugnis, sondern nach dem, was die Menschen aus ihren Möglichkeiten machen", heißt es in einem Kommentar Boddenbergs in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag). Zwei von drei Erwachsenen hätten kein Abitur - und "stehen dennoch mitten im Leben", sagte der gelernte Metzger und Fleischermeister.

"Wir müssen stärker für diese Offenheit im System werben", sagte Boddenberg auch der Nachrichtenagentur dpa. Die Gesetze seien in Hessen vorhanden: "Bei uns berechtigen die allgemeine Hochschulreife und gleichermaßen die Meisterprüfung zu jedwedem Studium. Damit kann ein Fleischermeister auch Chirurg werden."

Der CDU-Politiker warnte vor den Folgen überstarker Abiturjahrgänge: Mehr als ein Viertel der Studierenden in Deutschland breche das Studium vorzeitig ab. Die Zahl unbesetzter Stellen habe sich dagegen in den vergangenen fünf Jahren etwa verdoppelt. "Heute finden zum Beispiel zwei von drei Nahrungsmittelhandwerkern keine Nachfolge im Betrieb und machen dann irgendwann die Tür zu." Dies gehöre zu den großen bildungspolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen.

dpa

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