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Bischof kritisiert Eingriffe ins Erbgut

Kirche Bischof kritisiert Eingriffe ins Erbgut

Fulda (dpa/lhe) - Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hat davor gewarnt, dass Wissenschaftler das Erbgut von Lebewesen manipulieren und selbst zum Schöpfer werden.

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Der Bischof Heinz Josef Algermissen beantwortet Fragen von Journalisten.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

"Ich befürchte, der Mensch ohne Gott wird immer mehr sein eigenes Experiment. Alles wird ihm technisch machbar, am Ende produziert dieser Mensch sich selbst", sagte der Bischof laut Mitteilung am Sonntag in seiner Osterpredigt.

Der Geistliche nahm Bezug darauf, dass britische Wissenschaftler vor kurzem die Erlaubnis erhielten, das Erbgut menschlicher Embryonen gezielt zu verändern. Das soll den Erfolg einer künstlicher Befruchtung steigern. Kritiker befürchten dadurch einen Schritt hin zu Designer-Babys.

Algermissen sagte, diese brisante Forschung sei eine "logische Voraussetzung für den nächsten Schritt der Medizin". Dann sei es möglich, das Erbgut von Lebewesen beliebig zu manipulieren. Der Oberhirte beklagte, er sehe die Tendenz, nicht nur nach den Schwächen eines Menschen zu fahnden, sondern nach den Schwachen, um sie auszusondern.

Mit Blick auf die aktuelle politische Lage in der Welt sagte der Bischof weiter, angesichts all des Terrors sei es dennoch richtig, Ostern, das Fest der Auferstehung von den Toten, als Quelle der Hoffnung auf ein ewiges Leben zu feiern, das Jesus Christus für die Menschen erkämpft habe.

dpa

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