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Bischof: Nicht ständig zwei Sachen gleichzeitig machen

Kirche Bischof: Nicht ständig zwei Sachen gleichzeitig machen

Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen warnt davor, sich durch zuviel Multitasking stressen zu lassen. "Die innere Wurzel der Unruhe liegt indes darin, immer zwei Dinge zugleich zu tun: Telefonieren und Akten lesen, Auto fahren und Radio hören, sich unterhalten und dabei gleichzeitig ins Fernsehen schauen, einschlafen und schon den nächsten Tag planen, miteinander sprechen und dabei auf die Uhr schauen, zuhören und gleichzeitig die Gäste bedienen wollen", sagte der katholische Geistliche im "Wort des Bischofs".

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Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Fulda. Algermissen erläuterte: "In Wirklichkeit gibt es keinen Menschen, der zwei Dinge zugleich tun, zwei Aufgaben zugleich gerecht werden kann." Natürlich könne man mehrere Sachen gleichzeitig managen, aber das fordere immer seinen Preis. "Man bleibt in beiden Bereichen an der Oberfläche, kommt nirgends wirklich in die Tiefe, entdeckt nichts Neues, sondern findet nur wieder, was man vorher schon wusste. Unruhe, Zerrissenheit und Spannung sind die Folgen."

Der Bischof mahnte: "Wenn du krank bist, erlaube dir, krank zu sein. Wenn du schläfst, erlaube dir zu schlafen. Wenn du arbeitest, sei ganz und gar bei deiner Arbeit. Wenn du mit jemandem sprichst, sei bei dem, mit dem du sprichst. Du brauchst nicht zwei Dinge gleichzeitig zu tun, darfst wählen: Eines nur ist notwendig."

dpa

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