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Bewahrung der Erinnerung an jüdische Friedhöfe

Geschichte Bewahrung der Erinnerung an jüdische Friedhöfe

In Hessen halten Historiker, Heimatvereine und mancherorts auch Schulklassen die Erinnerung an jüdische Friedhöfe wach. Rund 350 solcher Friedhöfe mit vielen Tausend Gräbern gibt es im Land.

Darmstadt. Entstanden sind sie vor Jahrhunderten. "Nur etwa ein Dutzend werden noch gebraucht, dort, wo es auch jüdische Gemeinden gibt", sagt Klaus Werner, Beauftragter für die Friedhöfe beim Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen. Beispiele seien Friedhöfe in Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach, Kassel und Darmstadt. In Hanau wird der jüdische Friedhof im Stadtteil Steinheim wieder genutzt.

Für manch eine Stadt ist der nicht mehr genutzte Friedhof das einzig sichtbare Zeugnis, dass es hier einmal Juden gab - bis zu ihrer Vernichtung im Holocaust. "In Vergessenheit werden die verlassenen Friedhöfe nicht geraten", sagt der Historiker Hartmut Heinemann von der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen. Sie dokumentiert jüdische Friedhöfe und Grabsteine. In Heusenstamm (Kreis Offenbach) etwa hat der Heimatverein einen Bildband herausgegeben. Im nahen Dreieich übernahm die Ricarda-Huch-Schule 2010 die Patenschaft für einen Friedhoch im Stadtteil Sprendlingen.

dpa

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