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Innere Sicherheit

Beuth: Gute Erfahrungen mit Wachpolizisten

Angesichts der steigenden Zahl von Wohnungseinbrüchen hat sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) für den vermehrten Einsatz von Hilfspolizisten ausgesprochen. In Hessen gibt es schon jahrelange Erfahrungen mit diesen sogenannten Wachpolizisten.
Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU, l) begrüßt einen Polizeibeamten.

Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU, l) begrüßt einen Polizeibeamten.

© Arne Dedert/Archiv

Perl-Nennig/Wiesbaden. Hessen hat nach Angaben von Innenminister Peter Beuth (CDU) schon seit 2000 "ganz gute Erfahrungen mit Wachpolizisten gemacht". Mittlerweile seien 500 dieser Polizisten im Einsatz, sagte er am Donnerstag am Rande der Innenministerkonferenz in Perl-Nennig (Saarland). "Wir können in Hessen mit den Wachpolizisten, die wir innerhalb von etwa 18 Wochen ausbilden, eine schnelle Unterstützung herstellen für unsere Polizeivollzugsbeamten", sagte er. Deswegen würden in diesem Jahr zusätzliche 100 Wachpolizisten eingestellt.

Wachpolizisten seien "eine wirklich gute und auch schnell einsetzbare Unterstützung für unseren Polizeivollzug", sagte Beuth. "Die Wachpolizisten sind für einen bestimmten Bereich einzusetzen. Eben nicht in Ermittlungstätigkeiten und ähnlichem", betonte der Minister. "Wo eine noch höhere Qualifikation gebraucht wird, da haben wir die Polizeivollzugsbeamten. Aber es gibt eben Bereiche, wo man mit einer etwas geringeren Ausbildung sehr erfolgreich Polizeiarbeit leisten kann."

Die Wachpolizisten seien auch ausreichend ausgebildet, um nötigenfalls ihre Waffen einsetzen zu können. Hessen verfüge über etwa 14 000 Polizeivollzugsbeamte und künftig über rund 600 Wachpolizisten. Beuth: "Da kann man sehen: Das ist eine Ergänzung und ersetzt natürlich nichts."

Zu den Aufgaben der hessischen Wachpolizisten zählt laut Innenministerium unter anderem Streife laufen, Gebäudeschutz oder Verkehrsdienst. Die angestellten Polizisten tragen eine normale Uniform mit Wappen und sind durch ein Ärmelabzeichen "Wachpolizei" gekennzeichnet. Bei der Einführung der Wachpolizei sei Hessen bundesweit Vorreiter gewesen.

Bei ihren alltäglichen Aufgaben dürfen die Wachpolizisten im Notfall lediglich körperliche Gewalt oder zum Beispiel einen Schlagstock einsetzen. Von ihrer Schusswaffe dürfen die Angestellten lediglich in Notwehrsituationen Gebrauch machen.

dpa


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