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Betreuung "in der nötigen Ruhe"

Pränatalstation Betreuung "in der nötigen Ruhe"

Im Vorfeld einiger Geburten ist es wichtig, die schwangeren Frauen unter ärztlicher Aufsicht zu haben. Damit sie dabei auch bestmöglich betreut werden können, hat das Uniklinikum eine neue Pränatalstation eröffnet.

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Maritta Kühnert (von links), Ulrike Kopf-Löchel, Petra Staude-Hansmann, Erika Hallenberger, Alexandra Nitz-Kraus, Uwe Wagner, Horst Theis und Holger Thiemann in einem neuen Patientenzimmer auf der Pränatalstation. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Mit den neuen Räumen möchte das Klinikum sicherstellen, dass der vorgeburtliche stationäre Aufenthalt so angenehm wie möglich verläuft. Bei Risikoschwangerschaften könne es schon einmal sechs bis acht Wochen dauern, bis die Geburt erfolgt und die Station verlassen werden kann. Daher ist man im Klinikum bemüht, auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen einzugehen.

Unter anderem gebe es die Möglichkeit zu verschiedenen Massagen oder einfach nur zu vorbereitenden Gesprächen. Darüber hinaus gebe es aber auch viele weitere Angebote wie etwa eine Aromatherapie, so Petra Staude-Hansmann, die Leiterin der neuen Pränatalstation. Medizinische Kontrollen wie zum Beispiel durch den Kardiotokographen (Wehenschreiber) und Überwachung durch die Ärzte sollen dort gepaart werden mit einem möglichst normalen Alltag. Außerdem bietet die Station eine Ernährungsberatung an und hat für den Fall einer Fehlgeburt auch professionelle Trauerbegleitung parat.

Angesichts der teilweise langen Aufenthaltsdauer der Frauen „darf es dann auch mal etwas schöner“ sein, meint auch die leitende Oberärztin der Geburtshilfe, Professorin Maritta Kühnert. Daher sei die neue Station „familiär gestaltet“ worden.

Nach Ansicht von Staude-Hansmann sind die Bäder in den vier Einzel- und zwei Doppelzimmern ein besonderer Bonuspunkt für die Schwangeren. Die großzügige Gestaltung der Bäder sei so, wie Frauen das gerne haben. „Es ist die schönste Station des UKGM“, sagte auch Professor Uwe Wagner, der Direktor der Klinik für Gynäkologie sowie gynäkologische Endokrino- und Onkologie. Mit der Errichtung der Pränatalstation habe das Klinikum einen „jahrelangen Nachteil“ ausgemerzt.

Direkte und barrierefreie Anbindung an Kreißsaal

Das Klinikum sei bedacht, „die vorgeburtliche Betreuung zu stärken“, was nun gelungen sei. Die Station biete eine gewisse Geborgenheit „in der nötigen Ruhe“, die eine Schwangere benötige. Es herrsche dort vollkommene Stille und die Hektik der Stationen nebendran sei nicht zu vernehmen.

Wichtig sei auch die Lage. „Die Wege sind das Hauptproblem“, so Wagner. Durch die direkte und barrierefreie Anbindung zum Kreißsaal sei gewährleistet, dass „wir im Ernstfall jetzt ganz schnell helfen können“, findet auch Kühnert. Sie lobte zudem die Zusammenarbeit im Team: „Jeder ist ein Rädchen im Getriebe.“

Wagner betonte daher, dass die räumliche Zusammenlegung der Pränatalstation mit dem Kreißsaal und auch der Kinderintensivstation, die ebenfalls „Tür an Tür“ läge, keine Stellenstreichungen bedeute. Durch die bessere Kooperation gebe es „eher eine Ausweitung“ der personellen Betreuung.

Sein Dank galt „allen, die ihre Büros geräumt haben“, um die Station an dieser Stelle zu ermöglichen.

von Peter Gassner

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