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Bahnlärm: Demonstranten fordern Nachtfahrverbot im Mittelrheintal

Verkehr Bahnlärm: Demonstranten fordern Nachtfahrverbot im Mittelrheintal

Rund 900 Menschen haben am Samstag im hessischen Rüdesheim gegen den Bahnlärm im Mittelrheintal demonstriert. Mit Transparenten wie "Ich will in Ruhe schlafen" und "Gesundheitsschutz vor Profitgier" forderten die Teilnehmer ein Nachtfahrverbot für laute Güterzüge und eine Umfahrungsstrecke.

Rüdesheim. Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) sicherte bei der Kundgebung Unterstützung zu. "Wir haben diese Strecke für den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet - und wir werden sie auch durchsetzen." Sein hessischer Amtskollege Tarek Al-Wazir (Grüne) forderte, dass alle Güterwaggons schon bis 2016 mit neuen, leiseren Bremsen ausgerüstet werden. "Wer nachts fahren will, der darf das nicht mehr mit alten Waggons tun", sagte Al-Wazir bei der Kundgebung. Die Deutsche Bahn verspricht die Umrüstung bis 2020.

Die Bewohner des Mittelrheintals kämpfen bereits seit vielen Jahren gegen den Bahnlärm. Rund 220 Züge verkehren nach den Angaben der Deutschen Bahn täglich zwischen Koblenz und Rüdesheim auf der rechten Seite des Rheins, 200 sind es am Ufer gegenüber. Das Obere Mittelrheintal ist Unesco-Welterbe.

dpa

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