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Auswertung der "Panama Papers": Hessen als "Schnittstelle"

Kriminalität Auswertung der "Panama Papers": Hessen als "Schnittstelle"

Hessen kommt bei der Auswertung der "Panama Papers" eine besondere Rolle zu. Steuerfahnder der Oberfinanzdirektion in Frankfurt fungieren als "Schnittstelle" zu ihren Kollegen in anderen Bundesländern, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Wiesbaden/Frankfurt/Main. Die Auswertung des Datensatzes mit Informationen über dubiose Geschäfte mit Briefkastenfirmen dauere noch an. Das Datenvolumen sei immens, der BKA im "vollständigen Besitz der sogenannten Panama Papers".

Auch Hessen habe auf all diese Daten Zugriff, bestätigte ein Sprecher des hessischen Finanzministeriums. In einer vom BKA zur Auswertung geschaffenen Organisation arbeiten sechs Bedienstete der Finanzverwaltung des Landes, wie aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine Kleine Anfrage des FDP-Finanzexperten Jörg-Uwe Hahn hervorgeht. Diese leiten nach Zuständigkeit Informationen an die Finanzverwaltungen der anderen Länder weiter.

Das Land hat bisher eine "sechsstellige Summe im mittleren Bereich" für die zur Verfügung gestellten Daten an das BKA gezahlt, heißt es in der Antwort des Finanzministeriums weiter. Eine Beteiligung anderer Bundesländer werde zu gegebener Zeit erfolgen.

Vor etwa eineinhalb Jahren hatte ein internationales Medien-Netzwerk mit den "Panama Papers" Finanzströme in der mittelamerikanischen Steueroase enthüllt. Das BKA soll für den Datensatz bislang fünf Millionen Euro an eine bislang ungenannte Quelle gezahlt haben. Zur Summe machte das BKA auf Anfrage keine Angaben.

dpa

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