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Albig kritisiert Bouffier und zynische Sprache in Flüchtlingsdebatte

Flüchtlinge Albig kritisiert Bouffier und zynische Sprache in Flüchtlingsdebatte

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat einen zynischen Sprachgebrauch in der Flüchtlingsdebatte kritisiert - unter anderem von Hessens Unions-Ministerpräsident Volker Bouffier.

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Bouffiers (CDU) Aussage sei zynisch, so Albig (SPD).

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Kiel/Berlin. "Dauernd wird von einer Flut gesprochen, einer Gefahr, die auf uns zurollt und gegen die wir Dämme bauen müssen", sagte Albig dem in Berlin erscheinenden Magazin "Cicero" (Juni-Ausgabe).

"Und wir verlieren dabei - zum Teil vorsätzlich - aus dem Blick, dass die Menschen in den Ländern, aus denen sie fliehen, Gefahr laufen, im Elend zu verrecken", sagte Albig. Das Bild vom angeblich so vollen Boot Deutschland sei zynisch und grausam. Der Sozialdemokrat kritisierte etwa Bouffier, der gesagt hatte, die Preise von Schleppern explodierten, wenn die Chancen der Flüchtlinge stiegen. "Das ist zynisch", sagte Albig. "Natürlich gibt es diese Logik. Aber zu Ende gedacht, hieße das doch: Man müsste nur dafür sorgen, dass die Boote untergehen, die Menschen ersaufen und das wäre dann ein erfolgreicher Schlag gegen das internationale Schlepperwesen!"

Albig äußerte auch Unverständnis, wenn Behörden nach Anschlägen auf Flüchtlingswohnungen davon sprechen, es sei unklar, ob ein ausländerfeindlicher Hintergrund vorliege. "Ein Satz, bei dem ich innerlich koche, der mich wütend macht", sagte Albig. "Ja, was für ein Hintergrund denn wohl sonst?"

dpa

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