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AfD-Debatte: Christean Wagner auf Gegenkurs zur Parteispitze

Parteien AfD-Debatte: Christean Wagner auf Gegenkurs zur Parteispitze

Die CDU-Bundesspitze stößt mit der Absage an jegliche Zusammenarbeit mit der europakritischen Alternative für Deutschland (AfD) auf Widerstand in Hessen. "Die AfD ist mir als politischer Konkurrent nicht willkommen, aber ich halte es für politisch töricht zu sagen, mit denen werden wir nie zusammengehen", sagte der frühere CDU-Fraktionschef im Wiesbadener Landtag, Christean Wagner, "Spiegel Online".

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Der frühere CDU-Fraktionschef Christean Wagner.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Wiesbaden. Ein nicht geringer Teil der AfD-Wähler habe zuvor Union oder FDP gewählt. "Darauf müssen wir Antworten finden." Der 71-jährige Wagner, Mitbegründer des Berliner Kreises, ist einer der konservativen Wortführer in der Union. Bis zum Rückzug aus der aktiven Politik stand er bis Januar dieses Jahres an der Spitze der CDU-Fraktion.

Nach der Europawahl am Sonntag hatte bereits der aus dem Rheingau kommende CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch eine Koalition mit der AfD für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Die CDU habe mit der Partei "die größten Schnittmengen", sagte er "Spiegel Online". Willsch war auf Bundesebene wegen seiner Dauerkritik am Eurokrisen-Management von CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Abseits geraten.

Die AfD-Frage stelle sich nicht, meinte am Dienstag Hessens CDU-Sprecher Christoph Weirich im Onlinedienst Twitter. Mit Schwarz-Grün in Hessen und Schwarz-Rot im Bund stehe die CDU in zwei sehr erfolgreichen Koalitionen.

In Hessen sei eine Abgrenzung der CDU von der AfD nicht erkennbar, kritisierte dagegen die hessische SPD-Generalsekretärin Nancy Faeser. Einer Partei, die sich gegen Zuwanderung wende und im Zusammenhang mit Europa von einer Enteignung des Volksvermögens spreche, dürfe keine Tür geöffnet werden.

Es sei erschreckend, wie schnell CDU-Politiker bereit seien, Rechtspopulisten hoffähig zu machen, meinte die Linke. Die AfD rekrutiere sich gerade in Hessen maßgeblich aus rechtskonservativen Kreisen der CDU, erklärte Fraktionschefin Janine Wissler.

dpa

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