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Ärzte warnen vor Problemen wegen Engpässen bei Medikamenten

Gesundheit Ärzte warnen vor Problemen wegen Engpässen bei Medikamenten

Die Landesärztekammer Hessen warnt vor den Folgen von Lieferengpässen bei Medikamenten. Als Beispiel nannte die Kammer am Montag ein Antibiotikum, mit dem in Kliniken bakterielle Infektionen behandelt würden.

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Ein Arzt hält ein Stethoskop in der Hand.

Quelle: Marijan Murat/Archiv

Frankfurt/Main. Das sei voraussichtlich von Januar bis Mitte 2017 nicht mehr einsetzbar. Ursache sei eine Explosion in einem Werk des Herstellers in Asien. Wenn stattdessen andere Antibiotika eingesetzt würden, könne das mehr Nebenwirkungen zur Folge haben und sei auch mit Blick auf die Entwicklung multiresistenter Keime problematisch.

Nach Angaben der Ärztekammer haben in den vergangenen Jahren die Fälle nicht lieferbarer Arzneimittel zugenommen. Betroffen seien auch sogenannte Zytostatika für Krebspatienten. Gründe seien Monopolstrukturen im Arzneimittelmarkt, der große Preisdruck in der Branche und die Verlagerung von Produktionsstätten.

Politik und Industrie seien gemeinsam gefordert. Wünschenswert wäre nach Angaben einer Sprecherin beispielsweise eine verbindliche Meldepflicht für die Industrie bei Lieferengpässen. In den Krankenhäusern müssten Experten Strategien entwickeln, wie Behandlungen auch bei Engpässen sichergestellt werden können.

dpa

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