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41 300 Asylbewerber in den ersten sieben Monaten in Hessen

Flüchtlinge 41 300 Asylbewerber in den ersten sieben Monaten in Hessen

Gießen (dpa/lhe) - Rund 41 300 Asylbewerber sind in den ersten sieben Monaten dieses Jahres in Hessens Erstaufnahmeeinrichtung angekommen. Im gesamten Vorjahr waren es knapp 28 900, wie das Regierungspräsidium (RP) Gießen auf seiner Internetseite mitteilt.

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41 300 Asylbewerber in Hessens Erstaufnahmeeinrichtung. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Von den 41 300 Asylbewerbern nimmt Hessen insgesamt nur knapp 21 900 auf (2014: 16 900). Die übrigen würden nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel auf andere Bundesländer verteilt, sagte die Sprecherin des RP, Gabriele Fischer, am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der "Gießener Allgemeinen".

Die Einrichtung in Gießen und ihren Außenstellen werden in diesen Tagen erstmals mehr als 10 000 Flüchtlinge versorgen müssen. Derzeit seien es etwa 9800, und jeden Tag kämen ungefähr 400 bis 500 Neuzugänge, sagte Fischer. Allerdings bleiben viele nur einen oder wenige Tage, bevor sie in andere Bundesländer weiter müssen. Andere Asylbewerber werden von der Erstaufnahme auf die Kommunen und Kreise in Hessen verteilt.

Die meisten Flüchtlinge kamen in diesem Jahr aus Albanien (26,7 Prozent), gefolgt von Syrien (19,1 Prozent) und Afghanistan (10,6 Prozent). Vor allem im Juni und Juli suchten deutlich mehr Menschen Asyl als im Vorjahr. Im Juli 2015 waren es 10 434 (Vorjahresmonat: 2440), im Juni 7075 (Vorjahresmonat: 2206).

Weil die festen Gebäude der Erstaufnahme in Gießen überfüllt sind, kommen die Menschen derzeit auch in Zelten unter. Eine neue Zeltunterkunft im südhessischen Bensheim soll nach derzeitiger Planung am Samstagnachmittag erstmals Flüchtlinge aufnehmen, wie das RP Darmstadt mitteilte.

Zelte stehen unter anderem auch in Marburg und Wetzlar. Nach einem Windpockenfall galt in Marburg ein Aufnahmestopp. Dieser sei inzwischen aufgehoben worden, berichtete RP-Sprecherin Fischer in Gießen. In Wetzlar gilt dieser noch bis 23. August. Dort hatte es einen Fall von Hepatitis A gegeben.

dpa

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