Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Zwölf Busreisende bei erneutem Baustellen-Unfall verletzt

Unfälle Zwölf Busreisende bei erneutem Baustellen-Unfall verletzt

Bei einem erneuten Unfall in einer Autobahn-Baustelle sind am Freitagmorgen auf der Autobahn 5 mindestens zwölf Menschen leicht verletzt worden. Ein Reisebus fuhr nahe Breitenbach (Kreis Hersfeld-Rotenburg) auf einen Lastwagen auf, wie die Polizei berichtete.

Breitenbach. Die zwölf Verletzten aus dem Fernbus wurden in Krankenhäuser gebracht, Lebensgefahr bestehe nicht, sagte ein Polizeisprecher. Sie wurden im Laufe des Freitags alle wieder entlassen.

Der 39-jährige Busfahrer blieb unverletzt. Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer des Doppelstockbusses die Geschwindigkeit des vor ihm fahrenden Fahrzeuges falsch eingeschätzt habe. Deshalb sei er auf den mit Wein beladenen Silolastwagen aufgefahren. Ein Sprecher des Fernreiseunternehmens konnte das nicht bestätigen. Die Busfahrer hätten ausgesagt, dass ein neben ihnen fahrender Lastwagen auf ihre Spur gezogen sei, so der Sprecher. Die Geschwindigkeit des Busses habe bei 60 Kilometern in der Stunde gelegen.

Die Polizei schätzt den Sachschaden am erst zwei Monate alten Bus auf 270 000 Euro, den Schaden am LKW bezifferte sie auf 30 000 Euro. Der deutsche Reisebus war von Mailand nach Hamburg unterwegs und hatte 72 Fahrgäste an Bord. Die meisten konnten ihre Reise in einem Ersatzbus fortsetzen. Die Unfallfahrzeuge seien auf den nahen Rasthof geschleppt worden, die Ermittlungen laufen nun. Die Autobahn war zwei Stunden komplett gesperrt, es bildete sich ein sieben Kilometer langer Stau.

In Autobahn-Baustellen kracht es laut Experten häufiger als auf anderen Strecken. "Das Unfallgeschehen ist etwa doppelt so hoch", sagte Frauke Werner vom Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil. "Bis auf Ausnahmen handelt es sich aber überwiegend um Bagatellunfälle." Auslöser seien "seitliche Berührungen der Fahrzeuge", es gebe aber auch Auffahrunfälle.

Fahrer seien in Baustellen häufig zu schnell, würden den Sicherheitsabstand nicht beachten und zu dicht auffahren. Kritische Situation könnten auch entstehen, wenn sich Fahrzeuge in den Verkehr einfädeln müssten. Baustellen würden aber auf mögliche Gefahren hin "immer wieder überprüft."

Das Ferienende in Hessen an diesem Wochenende spiele keine Rolle, auch wenn dann mit wieder mehr Pendlerverkehr über die Autobahnen zu rechnen sei. "Wir planen die Baustellen für den Normalbetrieb", sagte Werner. Die aus dem Urlaub Zurückgekehrten seien hier schon mit eingerechnet.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama