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Zug rammt Sattelschlepper: 32 Verletzte

Bahnunglück Zug rammt Sattelschlepper: 32 Verletzte

Ein Regionalzug fährt an einem Bahnübergang im Siegerland auf einen Sattelschlepper auf. Fahrgäste werden durch den Zug geschleudert. 32 Verletzte meldet die Polizei - und rätselt über die Ursache des Unfalls. 

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Die Trümmer eines Personenzuges und eines Sattelschleppers liegen am 22.06.2013 in Bad Laasphe (Nordrhein-Westfalen) auf einem Bahnübergang an der Bundesstraße 62. Bei dem Unfall sind 32 Menschen verletzt worden. 

Quelle: Henning Kaiser/dpa

Bad Laasphe. Ein Regionalzug auf dem Weg von Marburg nach Nordrhein-Westfalen hat am Samstagmorgen in Bad Laasphe an einem unbeschrankten Bahnübergang einen Lastwagen gerammt. Dabei wurden der Zug- und der LKW-Fahrer sowie drei Zugpassagiere schwer verletzt, 27 weitere Passagiere erlitten leichte Verletzungen.

Am Samstag 22.06.2013 rammte ein aus Marburg kommender Regionalzug an einem unbeschrankten Bahnübergang in Bad Laasphe einen Sattelschlepper. Dabei wurden 32 Menschen verletzt, fünf davon schwer.

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Die Unfallursache war auch am Sonntag noch unklar. "Die Untersuchungen gehen am Montag weiter", sagte ein Polizeisprecher. Der Zustand der Schwerverletzten sei stabil. "Es besteht nach unseren Informationen keine Lebensgefahr." Die Bahnstrecke, die zunächst neben der Bundesstraße 62 verläuft und sie schließlich kreuzt, ist an dem Übergang zwar ohne Schranken, aber mit Andreaskreuz und Rotlicht versehen.

Unachtsamkeit oder technisches Versagen?

Ob das Unglück auf einen technischen Defekt oder Unachtsamkeit zurückgeht, versucht nun das Verkehrskommissariat der Polizei mit Hilfe einer Rekonstruktion des genauen Unfallgeschehens zu ermitteln. Am Samstag wurde die Unfallstelle dazu vom Hubschrauber aus fotografiert. Die Straße sei am Samstagabend gegen 23.00 Uhr wieder freigegeben worden, die Bahnstrecke bleibe vorerst wegen Reparaturarbeiten gesperrt, sagte der Polizeisprecher.

Die Fahrgäste waren bei dem Aufprall teils durch das Innere der Waggons geschleudert worden, teilte die Polizei mit. Schlimm traf es vor allem den Lokführer und den Lastwagenfahrer. Sie wurden in ihren völlig zerstörten Führerständen eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr schwer verletzt befreit werden.

Ein Rettungshubschrauber brachte die beiden Männer ins Krankenhaus. An der Unfallstelle bot sich den Rettungskräften ein Bild der Verwüstung. Die Wucht des Aufpralls hatte den Triebwagen der Regionalbahn aus den Gleisen gehoben und den Auflieger von der Zugmaschine des Lastwagens abgerissen. Trümmerteile lagen weit verstreut. Ärzte, Sanitäter und Seelsorger kümmerten sich um die verletzten Opfer. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk bargen mit Kranwagen die Fahrzeugwracks. Rund 160 Kräfte waren dabei insgesamt im Einsatz.

Die Oberhessische Presse steht in Kontakt mit Passagieren des verunglückten Zuges. Über ihre Erfahrungen werden Sie späte an dieser Stelle lesen.

dpa

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