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Zu kalt für Zootiere: Hausarrest für Affen, Giraffen & Co.

Tiere Zu kalt für Zootiere: Hausarrest für Affen, Giraffen & Co.

Der Winter ist nicht die liebste Jahreszeit von vielen Tieren im Zoo. Sie dürfen nicht raus und müssen sich die Zeit im Stall vertreiben. Andere genießen dagegen draußen die Kälte.

Kronberg/Frankfurt. Erkältungen, Angst vor Stürzen und kalte Ohren: Viele Tiere in den hessischen Zoos haben ihre Probleme mit den niedrigen Temperaturen, sie müssen daher im Stall bleiben. "Unsere Menschenaffen erkälten sich leicht", erklärt der Direktor des Frankfurter Zoos, Prof. Manfred Niekisch, warum die Zwergschimpansen, Orang-Utas und Gorillas derzeit nicht im Außengehege unterwegs sind. 

Im Kronberger Opel-Zoo leben etwa die kleinen Lisztaffen schon länger nur noch im Gebäude. "Spätestens jetzt müssten auch die Brillenpinguine rein, aber sie sind ohnehin wegen der Vogelgrippe im Stall", sagt Jenny Krutschinna vom Opel-Zoo. Die Elefanten dürfen dagegen noch die frische Luft genießen. Doch wenn die Temperaturen eisig werden, ist auch für sie der Auslauf gestrichen. Denn ansonsten würden Erfrierungen an ihren empfindlichen Ohren drohen.

Den Giraffen macht die Kälte zwar nichts aus, aber sie dürfen in beiden Zoos bereits jetzt nicht mehr hinaus. Der Grund sind ihre langen Beine, mit denen sie bei gefrorenem Boden leicht ins Rutschen kommen. "Und ein gebrochenes Bein kann für eine Giraffe das Todesurteil sein", berichtet Prof. Niekisch. 

Für andere Tiere ist der Winter dagegen die liebste Jahreszeit. "Für den Polarfuchs und die Schneeeule ist es jetzt fast noch sommerlich", meint Krutschinna. Auch den Kamelen im Frankfurter Zoo macht die Kälte nichts aus. 

dpa

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