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Zahl der Kirchenaustritte in Frankfurt stark angestiegen

Justiz Zahl der Kirchenaustritte in Frankfurt stark angestiegen

Infolge der Affäre um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst haben offenbar zahlreiche Katholiken in Frankfurt und Teilen des Main-Taunus-Kreises der Kirche den Rücken gekehrt.

Frankfurt/Main. Das Amtsgericht Frankfurt verzeichnete im vergangenen Jahr 2501 Austritte - ein Anstieg um rund 30 Prozent, wie Gerichtspräsident Hermann Josef Schmidt am Donnerstag berichtete. 2012 waren es demnach noch 1920 Austritte.

Schmidt sieht eine Ursache dafür in den Geschehnissen im nahen Limburg: "Der signifikante Anstieg der Kirchenaustritte lässt sich sicher zu einem großen Teil mit den Vorgängen im Bistum Limburg erklären", teilte er mit. Bei den Austritten aus der evangelischen Kirche betrage die Steigerungsquote im selben Zeitraum lediglich acht Prozent.

Tebartz-van Elst war wegen des Skandals um seine Amtsführung und der Kostenexplosion am neuen Bischofssitz massiv in die Kritik geraten. Die Bischofsresidenz schlug mit mehr als 30 Millionen Euro zu Buche - ein Vielfaches der ursprünglich veranschlagten Summe. Papst Franziskus berief den Bischof im März ab, ein Nachfolger steht noch nicht fest.

In Hessen erklärt man den Kirchenaustritt beim Amtsgericht. Die Behörde in Frankfurt ist neben der Stadt auch für Teile des Main-Taunus-Kreises zuständig.

dpa

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