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Würth-Entführung: Fall weiter ungelöst

Kriminalität Würth-Entführung: Fall weiter ungelöst

Zwei Monate nach der Entführung des Milliardärssohns Würth sind die Verbrecher noch immer auf freiem Fuß. "Es konnten bislang keine Täter ermittelt werden", sagte Thomas Hauburger von der Staatsanwaltschaft Gießen am Montag auf Anfrage.

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Reste von Absperrbändern der Polizei in einem Wald.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand /Archiv

Schlitz/Gießen. Nach der Tat am 17. Juni im osthessischen Schlitz sind mehr als 200 Hinweise bei den Ermittlern eingegangen, die meisten sind abgearbeitet, wie Hauburger sagte. Von einer heißen Spur ist nichts bekannt. Und die Hoffnungen schwinden: "Je länger die Tat zurückliegt desto schwieriger wird ein Ermittlungserfolg", räumte der Jurist ein.

Der behinderte Sohn von Schrauben-Milliardär Reinhold Würth war am 17. Juni in Schlitz gekidnappt worden. Der 50-Jährige lebte dort in einer Wohngemeinschaft für behinderte und nicht-behinderte Menschen. Einen Tag später wurde er in einem Wald bei Würzburg unversehrt an einen Baum gekettet gefunden. Zuvor hatte ein Entführer die Geodaten des Ortes preisgegeben. Zu einer Übergabe der drei Millionen Euro Lösegeld kam es nicht. Sie scheiterte nach Angaben der Ermittler.

Aktuell sorgt auch eine mutmaßliche Entführung für Aufsehen. Die 17-jährige Anneli aus Sachsen wird vermisst. Sie war am vergangenen Donnerstag in der Nähe des Ortes Luga bei Meißen verschwunden. Die Polizei geht wegen einer Lösegeld-Forderung von einer Entführung aus.

dpa

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