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Würth-Entführung: Chancen auf Ermittlungserfolg schwinden weiter

Kriminalität Würth-Entführung: Chancen auf Ermittlungserfolg schwinden weiter

Es war im vergangenen Jahr einer der aufsehenerregendsten Kriminalfälle in Hessen - und bleibt bis heute ungelöst: Knapp sieben Monate nach der Entführung des Milliardärssohns Würth sind die Kidnapper noch immer auf freiem Fuß.

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Der Sohn von Reinhold Würth war in Schlitz gekidnappt worden.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

Schlitz/Gießen. "Es hat sich leider nichts getan", sagte Thomas Hauburger von der Staatsanwaltschaft Gießen auf Anfrage.

Hunderte von Hinweisen seien überprüft worden, doch einen Tatverdächtigen hätten die Ermittler nicht festnehmen können, erklärte der Jurist. Die Sonderkommission sei im September aufgelöst worden, doch die Arbeit am Fall laufe unterdessen weiter. Die Chancen schwinden aber von Woche zu Woche. "Je mehr Zeit verstreicht, desto schwieriger wird ein Ermittlungserfolg", räumte Hauburger ein.

Der behinderte Sohn von Schrauben-Milliardär Reinhold Würth war am 17. Juni in Schlitz (Vogelsbergkreis) gekidnappt worden. Der damals 50-Jährige lebte dort in einer Wohngemeinschaft für behinderte und nicht-behinderte Menschen. Einen Tag später wurde er in einem Wald bei Würzburg unversehrt an einen Baum gekettet gefunden. Zuvor hatte ein Entführer die Geodaten des Ortes preisgegeben. Zu einer Übergabe der drei Millionen Euro Lösegeld kam es nicht. Sie scheiterte nach Angaben der Ermittler.

dpa

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