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Würgeattacke in Pflegerwohnheim: keine Erinnerung

Prozesse Würgeattacke in Pflegerwohnheim: keine Erinnerung

Weil er eine Kollegin bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben soll, steht ein 22 Jahre alter Krankenpfleger vor dem Landgericht Frankfurt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchten Totschlag vor.

Frankfurt/Main. Am ersten Verhandlungstag am Montag gab der Angeklagte an, keine Erinnerung an den Vorfall mehr zu haben.

Im November 2014 hatte er gemeinsam mit anderen Bewohnern des Wohnheims in Bad Homburg eine Gaststätte besucht, war aber früher heimgekehrt. Als die anderen zurückkamen, würgte der 22-Jährige gerade die schreiende Frau in deren Zimmer. Erst mit erheblichem Kraftaufwand gelang es den Kollegen, die Frau aus der lebensbedrohlichen Situation zu befreien.

Nach Zeugenaussagen war der Angeklagte zuvor niemals auffällig geworden. Er galt in dem Heim als introvertiert und zurückhaltend. Unmittelbar nach der Tat aber habe er lautstark Suizidabsichten geäußert. Danach sprach er aber mehrere Tage kein Wort mehr. In dem auf sechs Verhandlungstage terminierten Prozess soll auch ein psychiatrischer Sachverständiger vernommen werden.

dpa

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