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Winterstiefel nach Afrika verkauft: Haftstrafe

Prozesse Winterstiefel nach Afrika verkauft: Haftstrafe

Gefütterte Schuhe für Afrika: Wegen umfangreichen Betrugs mit Schuhlieferungen ist ein 39-Jähriger zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Frankfurter Landgericht ging am Montag von 29 Lieferungen und einem Schaden von mindestens 660 000 Euro aus.

Frankfurt/Main. Die zwischen 2009 und 2016 nach Afrika und Asien gebrachten Schuhe waren entweder völlig kaputt oder für den Einsatz am Zielort unbrauchbar. So fanden sich in den Containern für Afrika Winterstiefel und gefütterte Hausschuhe.

Der Angeklagte kaufte die für die Vernichtung in Pakistan vorgesehenen Schuhe billig auf, zeigte den Importeuren aber Fotos mit noch verwendungsfähigen Schuhen. Vor Gericht hatte der Mann die Betrugsvorwürfe bestritten. Die Wirtschaftsstrafkammer musste deshalb zahlreiche Zeugen aus Afrika einfliegen lassen, was den Prozess erheblich verlängerte. Ein mitangeklagter Lagerist (54) wurde wegen Beihilfe zu einer Lieferung zu zehn Monaten Bewährungsstrafe und Arbeitsstunden verurteilt.

dpa

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