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Wintersportorte warten auf Schnee

Freizeit Wintersportorte warten auf Schnee

Hessens Wintersportorte sehnen Schnee herbei. Der Startschuss für Ski- und Snowboardfahrer ist auf der Wasserkuppe und in Willingen immer noch nicht gefallen. Meteorologen geben auch wenig Grund zum Optimismus in den kommenden Tagen.

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Im Taunus liegt Schnee.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Willingen/Gersfeld. Der Beginn in die Wintersport-Saison mit reichlich Schnee lässt in Hessens Skigebieten weiter auf sich warten. Ski- und Snowboardfahrer müssen sich noch gedulden, dagegen können Langläufer und Rodel-Fans wenigstens gebietsweise auf ihre Kosten kommen. Immerhin neun Zentimeter Schnee vermeldete Hessens höchster Berg, die Wasserkuppe in der Rhön, am Dienstag. Eine dünne Schicht liegt in Hessens größtem Wintersportgebiet im nordhessischen Willingen nur in den Höhenlagen. Die Lifte laufen für den Ski- und Snowboardbetrieb an beiden Orten aber noch nicht.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) macht mit seinen Prognosen wenig Hoffnung. Das bisschen Naturschnee soll bald wegtauen, es wird milder. Die Niederschläge werden auch im hessischen Bergland in Regen übergehen, wie Andreas Friedrich beim DWD in Offenbach sagte.

Die Schneehöhen taugen meist nicht zum Wintersport: In der Rhön liegen sechs bis zehn Zentimeter, auf dem Kahlen Asten fünf, auf dem Feldberg im Taunus ein Zentimeter und im Odenwald liegt gar kein Schnee. "Wir brauchen eine stabile Schicht von etwa 20 Zentimetern, um die Skilifte auf der Wasserkuppe öffnen zu können", erklärte Katharina Happel vom Rhön Info Zentrum in Gersfeld. Um nachzuhelfen, liefen auf der Wasserkuppe bereits die Schneekanonen.

Auf der Wasserkuppe ist derzeit nur der Schlittenlift in Betrieb. Dafür haben aber auf bayerischer Seite Skilifte am Kreuzberg und Arnsberg geöffnet. Langlauf ist dagegen im Loipenzentrum Rotes Moor nahe der Wasserkuppe möglich. Auf Hessens höchstem Berg lädt bis Ende der Woche noch eine Eisbahn zum Schlittschuhlaufen ein.

Langläufer machten sich am Dienstag auch auf zum Ettelsberg, um ihr Glück zu versuchen, wie Liftbetreiber Jörg Wilke am Dienstag in Willingen berichtete. Wann erstmals in dieser Saison die Lifte von Skifahrern und Snowboardern genutzt werden können, ist ungewiss. An anderen Orten der Wintersport Arena Sauerland liefen dagegen einige wenige Lifte, sagte Ulrike Becker. Der Skisprung-Weltcup auf der Mühlenkopfschanze in Willingen kann dagegen dank angekarrtem Kunstschnee stattfinden. 30 000 Tickets seien verkauft.

Der ausbleibende Freizeit- und Breitensportbetrieb drückt in Willingen auf die Umsätze. Skischulen, Materialverleiher und auch der Einzelhandel klagen über fehlende Einnahmen. "Aktuell könnte man eher mit dem Mountainbike als auf Skiern den Berg herunterfahren", sagte Becker.

Im nächsten Jahr soll der Liftbetrieb in Willingen ausgebaut werden. Ein Sessellift soll zwei Köhlerhagen-Schlepplifte ablösen, wie Wilke erklärte.

dpa

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