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Wiesbadens CDU streitet um Museum: Austritt aus Kulturfonds geplant

Kommunen Wiesbadens CDU streitet um Museum: Austritt aus Kulturfonds geplant

In der Wiesbadener CDU ist ein offener Streit um den Bau des Stadtmuseums entbrannt. Die Kritik ihres Ehrenvorsitzenden Horst Klee an der geplanten Finanzierung des Prestigeobjekts bezeichnete der Unions-Kreisverband als "nicht abgestimmte Einzelmeinung".

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Alterspräsident Horst Klee (CDU).

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Wiesbaden. Der 75-jährige Klee hat nach Medienberichten vom Donnerstag Front gegen seine eigene Partei bezogen, die den Kulturfonds Rhein-Main verlassen will, um das Museum zu finanzieren. CDU und die SPD, die Wiesbaden zusammen in einer großen Koalition regieren, wollen die jährlich knapp 600 000 Euro Zuschüsse für den Kulturfonds lieber für die Miete des Museums verwenden.

Der Frankfurter Projektentwickler OFB will das Museum vom deutsch-amerikanischen Stararchitekten Helmut Jahn bauen lassen. Die Stadt soll dann das Gebäude für rund 1,75 Millionen Euro pro Jahr anmieten. Am Montag hatte das Verwaltungsgericht Wiesbaden die ehrgeizigen Pläne vorerst gestoppt. Geklagt hatten Bürger, die mit einem Bürgerbegehren Unterschriften gegen die Museumsplanung sammeln.

Das Stadtmuseum dürfe nicht zulasten andere kultureller Institutionen gehen, erklärte Klee. Wiesbaden profitiere stark vom überregionalen Kulturfonds. Wenn Klee das Museum infrage stelle, missachte er einen eindeutigen Beschluss von Partei und Rathaus-Fraktion, erklärte dazu CDU-Kreisgeschäftsführer Ulrich Weinerth.

dpa

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