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Weltkriegsbombe gesprengt: Wasserkissen als Dämmung

Notfälle Weltkriegsbombe gesprengt: Wasserkissen als Dämmung

Eine Wohngegend mit rund 600 Menschen muss vorsorglich geräumt werden. Der Kampfmittelräumdienst rückt an. Die Sprengung des Blindgängers verläuft dann ohne Probleme.

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Ein Flatterband mit der Aufschrift «Polizeiabsperrung» ist zu sehen.

Quelle: Patrick Seeger/Archiv

Marburg. Innerhalb weniger Wochen ist in Marburg wieder eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht worden. Der Einsatz des Kampfmittelräumdienstes sei am Mittwoch ohne Probleme verlaufen, teilte die Stadt mit. Erst im vergangenen Monat war in Marburg ein Blindgänger entschärft worden.

Bei der neuen Aktion habe ein Wohngebiet in einem Umkreis von rund 500 Metern evakuiert werden müssen. Dort wohnen laut Polizei etwa 600 Menschen. Wie geplant hätten die Menschen etwa eine Stunde nach der Aktion wieder zurückkehren können, teilte die Stadt weiter mit.

Bei einer Sprengung können Trümmerteile weggeschleudert werden. Deshalb sei zur Dämmung ein großes Wasserkissen mit einem Fassungsvermögen von 22 000 Litern direkt über die 50-Kilogramm-Bombe gelegt worden. Somit habe bei der Sprengung "jegliche Streuung von Splittern verhindert werden" können, teilte der Leiter des Kampfmittelräumdienstes, Gerhard Gossens, mit.

Die Bombe war bei Untersuchungen im Wald auf den Marburger Lahnbergen entdeckt worden. Da sie unter einem Baum im Boden lag, konnte der Zünder nicht erreicht und ausgebaut werden. Die Bombenentschärfer des Kampfmittelräumdienstes machen den Angaben zufolge in Hessen im Jahr durchschnittlich 40 bis 60 Blindgänger unschädlich.

dpa

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