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Wedel stellt Stars für Festspiele vor: Kirchberger und Carrière dabei

Theater Wedel stellt Stars für Festspiele vor: Kirchberger und Carrière dabei

Sonja Kirchberger und Cosma Shiva Hagen, Mathieu Carrière und Heinz Hoenig - der neue Intendant Dieter Wedel hat Ensemble-Mitglieder für die 65. Bad Hersfelder Festspiele vorgestellt.

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Der Intendant Dieter Wedel (l) und Schauspieler Mathieu Carrière.

Quelle: U. Zucchi

Bad Hersfeld. Das Quartett spielt unter anderem in William Shakespeares "Komödie der Irrungen", mit der der renommierte Regisseur und Filmemacher am 6. Juni die achtwöchige Saison des Freilicht-Theaterfestivals eröffnet. Wedels Schauspieler-Präsentation wurde am Dienstag von großem Medieninteresse begleitet - soviel Blitzlicht war selten in dem osthessischen Festspielort.

Im Musical "Cabaret" ist neben Helen Schneider auch Judy Winter dabei. Die Hauptrollen übernehmen Rasmus Borkowski und Bettina Mönch. An den Sommernachts-Träumereien frei nach Shakespeare wirken André Eisermann und Markus Majowski mit. Auf der Nebenbühne von Schloss Eichhof wird "Der Datterich" von Ernst Elias Niebergall aufgeführt. Der ehemalige Chefredakteur der Zeitschrift "Focus", Helmut Markwort, spielt in der Posse, einem urhessischen Stück, mit.

Wedel erfüllte mit der Schauspieler-Riege sein Versprechen, mehr aus Film, Fernsehen und Theater bekannte Stars als sein Vorgänger Holk Freytag zu engagieren. Kirchberger, Hagen, Winter und Carrière betonten, wie wichtig es ihnen sei, mit Wedel zusammenzuarbeiten.

Mit ihm zu arbeiten bedeute, "raus aus der Komfortzone", sagte Kirchberger (50), die bereits mehrfach in Wedel-Produktionen mitwirkte. "Man lernt auch immer etwas über sich selbst." Sie würde überall auf der Welt ein Angebot von Wedel annehmen. In der alten Stiftsruine mit ihrem besonderen Flair auftreten zu dürfen, sei hingegen nicht so wichtig. Der Charakterkopf lockt die Stars.

Carrière, der erstmals mit Wedel zusammenarbeitet, sagte: "Ich schätze den Dieter auch wegen seiner Mischung aus berühmt und berüchtigt. Er hat einen Ruf wie Donnerhall. Man merkt bei ihm, dass er Schauspieler liebt und sie auch fordert. Er hilft ihnen, mehr zu geben, als sie bisher gewohnt waren." Eine Besonderheit bei Wedel: Er lässt selbst renommierte Schauspieler noch zum Casting antreten und will sehen, ob der Akteur die Rolle gut verkörpern kann.

Sieben Stücke stehen an vier Spielorten auf dem Programm. "Nach meinem Geschmack sind wir etwas komödienlastig", sagte Wedel. Aber es sei auch nicht verkehrt, seine Debütsaison heiter zu gestalten. Wedel versprach bei aller Unterhaltungsorientierung, den Zuschauern auch einen gewissen Anspruch zu bieten: "Es darf kein Popcorn-Theater sein." Das Publikum dürfe die Produktionen nicht mit billigem Fernsehen verwechseln. "Ich will den schwierigen Spagat schaffen zwischen Anspruch und Popularität."

Wedel betonte, dass die Zuschauer im Vergleich zu den Vorjahren mehr Komfort geboten bekommen. Auf der neuen Tribüne in der Stiftsruine seien Sicht und Klang besser, die Sitzkomfort angenehmer. Es gebe auch eine Pause pro Stück. Der Park um die Ruine solle zu einem großen Foyer mit Aufenthaltsqualität umgerüstet werden. "Der Besuch der Festspiele soll zum Gesamterlebnis werden", versprach Wedel.

Der Vorverkauf für die Festspiele läuft den Angaben zufolge besser als im Vorjahr. Man wolle so viele Tickets der rund 85 000 Tickets für die Vorführungen verkaufen. Das Budget liege bei 4,5 Millionen Euro.

dpa

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