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Wedel eröffnet Hersfelder Festspiele mit Shakespeare-Komödie

Theater Wedel eröffnet Hersfelder Festspiele mit Shakespeare-Komödie

Mehr Stücke im Programm, mehr Komfort für die Zuschauer und mehr Stars auf der Bühne: Dieter Wedel will den Bad Hersfelder Festspielen in seiner ersten Saison als Intendant neue Impulse verleihen.

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Wedel ist neuer Intendant der Bad Hersfelder Festspiele.

Quelle: U. Zucchi/Archiv

Bad Hersfeld. Bei der Programmpräsentation am Freitag kündigte der renommierte Regisseur und Filmemacher einen Qualitätssprung an. Der 72-Jährige, zuletzt bei den Nibelungenfestspielen in Worms Intendant, will "Spektakel und große Dichtung" in der 65. Spielzeit präsentieren. Diese läuft vom 6. Juni bis zum 2. August in der Stiftsruine - eine Woche länger als in diesem Jahr.

Seine Premierensaison eröffnet Wedel mit William Shakespeares "Komödie der Irrungen". "Das ist Volkstheater im besten Sinne", sagte er. Sein Vorgänger Holk Freytag wird Heinrich von Kleists Lustspiel "Der zerbrochene Krug" inszenieren. Auf dem Programm steht auch das Musical "Cabaret". Regie führt Gil Mehmert, der vor kurzem die Uraufführung von "Das Wunder von Bern" auf die Bühne brachte.

Der künstlerische Leiter, Joern Hinkel, plant "Sommernachts-Träumereien" frei nach Shakespeare im Park rund um die Stiftsruine - ein Novum in der Festspiel-Geschichte. Eine rechtliche Genehmigung dafür stehe aber noch aus. Auf der kleinen Nebenbühne in Schloss Eichhof sollen drei weitere Stücke gezeigt werden. Auch ein Märchen an noch unbekanntem Ort ist geplant. Das Stück wird Lotto-Fee Franziska Reichenbacher aussuchen und die Theater-Fassung dafür beisteuern. Somit sollen acht Stücke im Programm stehen, eines mehr als 2014.

Namen des Ensembles sollen erst im Frühjahr genannt werden. Wedel versprach aber, mehr Stars aus Film und Fernsehen zu verpflichten. Die Zuschauer müssen für Tickets tiefer in die Tasche greifen. Die Preise steigen um zehn Prozent, weil es eine neue Tribüne geben wird. Die Kapazität sinkt von knapp 1600 auf rund 1200 Plätze. Die neue Tribüne soll mehr Komfort und Beinfreiheit sowie eine bessere Sicht bieten.

In der Frage der Tribüne erhob Wedel Vorwürfe, die alte Anlage sei zu unsicher gewesen. Im Notfall bräuchten Sanitäter zu lange zum Einsatzort. Bürgermeister Thomas Fehling (FDP) erwiderte später, für Festspiel-Zuschauer habe keine Gefahr bestanden.

Der Etat für die Festspiele liegt den Angaben zufolge bei rund 5,2 Millionen Euro - in etwa Vorjahresniveau. Der kaufmännische Leiter Stefan Pruschwitz peilt eine Zuschauerauslastung von 85 Prozent an.

Wie Bürgermeister Fehling sagte, ist der Rechtsstreit mit Holk Freytag beigelegt. Details zur Einigung nannte er nicht. Freytag war nach einem langen Streit mit dem Rathaus-Chef um die Finanzen entlassen worden. Mit "Cabaret" und "Der zerbrochene Krug" übernimmt Wedel zwei Stücke, die Freytag auch in Bad Hersfeld zeigen wollte.

dpa

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