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Waffe beim Pokern gewonnen: Verurteilung von Todesschütze

Prozesse Waffe beim Pokern gewonnen: Verurteilung von Todesschütze

Ein Mann hat nach eigener Aussage beim Pokern eine Maschinenpistole gewonnen, mit der er wenige Monate später einen Geschäftsmann tötete. Ein halbes Jahr nach der Verurteilung wegen Totschlags erhielt der 40-Jährige nun auch noch eine Strafe wegen illegalen Waffenbesitzes.

Frankfurt/Main. Das Landgericht Frankfurt verhängte am Mittwoch die Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis gegen den geständigen Angeklagten. Die Strafkammer bildete zusammen mit dem Totschlags-Urteil eine Gesamtstrafe von acht Jahren und neun Monaten Haft. Im Januar war der Mann zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Die Einzelheiten zur Tatwaffe waren erst im Totschlagsprozess gegen den 40-Jährigen bekanntgeworden, so dass ein weiteres Verfahren eingeleitet wurde. Der Mann hatte im April 2011 an der Ballsporthalle in Frankfurt-Höchst einen Geschäftsmann erschossen, bei dem er hohe Schulden hatte. In dem Prozess gab er an, die Waffe nach der Tat in den Main geworfen zu haben. Sie ist bis heute verschwunden.

Zur ungewöhnlichen Art, wie er an die Maschinenpistole gekommen war, sagte er, die Waffe "durch einen dummen Zufall zu einem dummen Zeitpunkt" erhalten zu haben. "Hätten Sie die Waffe nicht gehabt, wäre es später nicht zu dem ganzen Schlamassel gekommen", sagte der Vorsitzende Richter.

dpa

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