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Viereinhalb Jahre Haft für Messerattacke aus Eifersucht

Prozesse Viereinhalb Jahre Haft für Messerattacke aus Eifersucht

Wegen einer blutigen Messer-Attacke auf seine Ex-Frau und deren Begleiter ist ein 54 Jahre alter Mann in Fulda zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Den Vorwurf des versuchten Doppelmordes sah das Landgericht am Mittwoch aber nicht als erwiesen an, sondern ging von gefährlicher Körperverletzung aus.

Fulda. Die Staatsanwaltschaft hatte für den Mann aus dem osthessischen Künzell zehneinhalb Jahre Gefängnis gefordert.

Nach Überzeugung der 1. Strafkammer lauerte der Angeklagte am 11. Januar im Treppenhauses eines Wohnhauses in Fulda seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau und deren Begleiter auf. Er stach aus Eifersucht mit einem Klappmesser auf beide ein und verletzte sie schwer am Oberkörper. Dabei habe zwar eine Tötungsabsicht bestanden, so das Gericht. Da der 54-Jährige aber von seinem Vorhaben abgelassen und die Tat nicht vollendet habe, sei dies kein Mordversuch gewesen.

Der Staatsanwalt hatte die Tat in seinem Plädoyer als klaren Mordversuch gewertet. Der Angeklagte habe die Arg- und Wehrlosigkeit seiner Opfer ausgenutzt. Zudem habe der 54-Jährige nicht im Affekt gehandelt, sondern ruhig und geplant. Die Verteidigung sah hingegen eine emotionale Überreaktion in blinder Wut.

dpa

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