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Vier Jahre nach Totschlagsversuch in Flüchtlingsheim

Prozesse Vier Jahre nach Totschlagsversuch in Flüchtlingsheim

Das Landgericht Fulda hat am Dienstag einen Angeklagten wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren Gefängnis nach Jugendstrafrecht verurteilt.

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Wappen am Landgericht Fulda.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Fulda. Er hatte am 4. Dezember 2015 einen Mann mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Täter und Opfer wohnten in derselben Flüchtlingsunterkunft in Gersfeld (Rhön).

Das spätere Opfer hatte dort mit anderen Bewohnern die Bewilligung seines Asylantrags gefeiert. Unter Einfluss von Alkohol kam es zum Streit. Der Mann soll den Angeklagten provoziert und sich über dessen Herkunft lustig gemacht haben. Wutentbrannt holte der Angeklagte ein Küchenmesser und stach es seinem Widersacher ins Herz. Dank einer Not-Operation überlebte er.

In der Urteilsbegründung hielt das Gericht dem Angeklagten zugute, dass er die Tat im Prinzip gestanden habe, bereue und nicht vorbestraft ist. Auch die schweren Lebensumstände mit der langen Flucht spielten eine Rolle bei dem eher milden Urteil.

Problematisch war es für die Richter, den Angeklagten als Jugendlichen oder Erwachsenen einzuordnen. Der Angeklagte gab an, sein Alter nicht zu kennen. Das Gericht ging aufgrund seines Lebenslaufes davon aus, dass er zur Tatzeit unter 18 Jahre alt war.

dpa

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