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Vier Jahre Haft für Gehilfen von Geldautomaten-Sprengern

Prozesse Vier Jahre Haft für Gehilfen von Geldautomaten-Sprengern

Die Täter kommen oft am frühen Morgen PS-starken Limousinen, sprengen die Geldautomaten und sind schnell wieder weg. Ein Angeklagter in Aachen war nur Gehilfe, stellten die Richter fest. Verurteilt wurde er dennoch.

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Das Justizzentrum Aachen mit dem Amts- und Landgericht.

Quelle: Marius Becker/Archiv

Aachen. Ein 25-jähriger Mann, der einer professionell agierenden Bande bei zwei Geldautomaten-Sprengungen geholfen hat, ist zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der Mann habe für eine Tat in Alsdorf bei Aachen im Sommer letzten Jahre einen schnellen Audi als Fluchtauto gestohlen.

Für eine andere Tat in Flörsheim am Main im November 2015 habe er den Rückzugsort für die Haupttäter ausbaldowert und anschließend das erste Fluchtfahrzeug - wieder einen schnellen Audi - wegschaffen sollen, stellten die Richter am Aachener Landgericht am Mittwoch in der Urteilsbegründung fest. Dabei war der Mann festgenommen worden. Das Gericht ließ Revision zu.

Die Richter sahen weder ausreichende Hinweise für eine direkte Tatbeteiligung des Mannes noch für die Zugehörigkeit zu einer Bande. Sie verurteilten ihn wegen zweimaliger Beihilfe zum Diebstahl im besonders schweren Fall und wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Die Staatsanwaltschaft hatte in einem Fall eine direkte Tatbeteiligung gesehen und sieben Jahre Haft gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädiert. In diesem Jahr wurden bisher landesweit 87 Geldautomaten gesprengt oder beschädigt. Das Landeskriminalamt vermutet mehrere Banden hinter den Taten.

dpa

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