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Versteinerte Messeler Fledermäuse waren rot-braun

Wissenschaft Versteinerte Messeler Fledermäuse waren rot-braun

Fledermäuse, die vor 48 Millionen Jahren in der südhessischen Grube Messel lebten, hatten rot-braunes Fell. Das haben Wissenschaftler des Frankfurter Senckenberg-Instituts zusammen mit internationalen Kollegen herausgefunden.

Frankfurt/Main. Sie hätten an zwei versteinerten Fledermäusen fossiles Melanin nachgewiesen und damit erstmals die Farbe eines fossilen Säugetiers bestimmt, teilte das Institut am Freitag in Frankfurt mit. Melanine sind rötliche, braune oder schwarze Pigmente, die Haut, Haare, Federn und Augen färben.

Das Ergebnis sei ein Durchbruch in der Untersuchung versteinerter Tiere, sagte Renate Rabenstein von der Senckenberg-Messelforschung der Deutschen Presse-Agentur. "Wir können aber nun unser Wissen auf weitere Tierarten - bis hin zu Dinosauriern und Co - anwenden und versuchen, das Farbrätsel zu lösen."

Bisher waren Knochen, Zähne, Klauen, Federn und sogar Mageninhalte der Funde aus der ehemaligen Ölschiefergrube bestimmt worden - damit war schon ein relativ genaues Bild möglich, wie die Tiere aussahen, was sie fraßen und wie sie lebten. Das Merkmal Farbe aber fehlte. "Unwichtig ist diese Eigenschaft aber nicht: Die Farbe eines Tieres kann uns verraten, wo dieses lebt, wie es sich vor Feinden schützt oder sich bei der Partnerwahl verhält", sagte Rabenstein.

Die Studie erschien kürzlich im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America" (PNAS).

dpa

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